Anlage in Gold

  • Gold fasziniert die Menschheit immer schon und ist als Anlageform gefragter denn je. Wie glänzend sind die Aussichten für eine Investition in Gold? Gold hat das Attribut Inflationsschutz zu gewähren und gilt als sicherer Hafen in unruhigen Zeiten. Gleichzeitig ist Gold eine Anlageform mit schwankenden Kursen.

  • Anlage in Gold

    Anlage in physisches Gold

      • Gold hat ein Preisrisiko, aber kein Bonitätsrisiko.
      • Gold kann im Zeitablauf weniger wert werden, aber nicht wertlos.
      • Gold hat immer einen Markt, auf dem zu aktuellen Preisen gehandelt wird.
      • Gold ist staatenlos (unallocated). Es ist neben Währungen überall akzeptiert.
      • Gold ist diskret. Auf kleinstem Raum können hohe Werte gelagert bzw. transportiert werden.
      • Gold ist mobil. Die Aufbewahrung ist nicht an einen Ort gebunden.
      • Es gilt Steuerfreiheit für Goldmünzen und Barren.

    Umsatzsteuer

    • Gold zu Anlagezwecken ist in der Europäischen Union und den meisten Ländern der EU steuerfrei handelbar. Silber unterliegt zu Anlagezwecken der Umsatzsteuerpflicht.

    Goldpreis

    • Der Goldpreis entsteht aus dem Zusammenspiel von fundamentalen Marktdaten wie dem Angebot auf dem Weltmarkt und der aktuell herrschenden Nachfrage.
      Die Goldnotierungen pro Feinunze werden auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt und somit ist der Preis in Euro vom Wechselkurs zwischen beiden Währungen abhängig.

    Reinheitsgrade

    Karat Goldanteil Handelsbezeichnung
    24 kt 99,9 % (reines Gold) Feingold 999
    22 kt 91,6 % Gold 916
    18 kt 75,0 % Gold 750
    14 kt 58,3 % Gold 585
    10 kt 41,7 % Gold 417
    9 kt 37,2 % Gold 375
    8 kt 33,4 % Gold 333

    Feinheit

    • Gold und Silber werden häufig in Legierungen verarbeitet. Die Feinheit beschreibt das Verhältnis vom Edelmetall zum Gesamtgewicht.

  • Investitionsmöglichkeiten

    • Wollen Sie Ihren goldenen Besitz angreifen können oder wollen Sie auch auf Wertpapiere setzen? Um in Gold zu investieren, gibt es viele Möglichkeiten. Sie können "handfest" in das Edelmetall investieren in Form von Münzen und Goldbarren (physisches Gold) oder in Wertpapiere mit Goldbezug. Eine Streuung mindert das Risiko und erhöht die Chance.

    Wieviel Gold sollte man halten?

    • Im Rahmen der Diversifikation (=Streuung) eines Portfolios ist der „optimalen Goldanteil“ abhängig von Anlagehorizont, Alter und Risikobereitschaft.

    Goldpreis

    • Der Goldpreis wird grundsätzlich durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Am London Bullion Market werden die Preise zweimal täglich um 11.30 Uhr und 16.00 Uhr fixiert (Goldfixing).
      Der Goldpreis pro Gramm hängt auch von der Stückelung ab. Je kleiner die Stückelung, desto höher der Preis pro Gramm und die An- bzw. Verkaufsspanne. Sowohl Angebot als auch Nachfrage unterliegen erheblichen Schwankungen.

    Physische Anlage

    • In Gold kann man auf unterschiedliche Art und Weise investieren. Die bekannteste Form ist wohl der physische Ankauf von Goldmünzen oder Goldbarren. Gold ist beim Kauf von der gesetzlichen Umsatzsteuer befreit. Es gibt eine Spanne zwischen An- und Verkauf. Die Goldmünzen bzw. Goldbarren werden in der Regel in Schließfächern oder Banktresoren gelagert.

    Münze oder Barren?

    • Kapitalanleger tendieren eher zu größeren Barren, da diese etwas günstiger sind. Eine Münze zu prägen verursacht höhere Kosten, die sich auch auf den Preis der Münze auswirken.

    Goldbarren

    • Zum Handel sind nur Barren von Raffinerien und Münzprägestätten zugelassen, die bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen. Auf den Barren müssen die Feinheit, die Marke des Herstellers und die Barrennummer zu finden sein. Die Barrennummer dient zur Identifikation.

    Handelsgoldmünzen (Sammlermünzen)

    • Nachprägungen historischer Goldwährungen, die nach dem jeweiligen Tageskurs gehandelt werden und aus Goldlegierungen bestehen.

    Anlage in Wertpapieren

    Aktien von Goldminen oder goldverarbeitenden Unternehmen

    • Mit Goldaktien bzw. Goldminenaktien beteiligt sich der Anleger an einem Unternehmen mit allen Rechten und Pflichten. Und weiters hat der Anleger zusätzlich die Chancen und Risiken einer Wertpapierveranlagung zu beachten. Die Aktienkursentwicklung kann durchaus vom Goldpreis abweichen, wenn z.B. ein Unternehmen neue preiswertere Förderverfahren entwickelt, aber auch bei anderen strategischen Unternehmensentscheidungen. Viele Aktien in dieser Branche notieren in US-Dollar, Währungsschwankungen sind daher zu beachten.

    Goldminenfonds

    • Diese aktiv gemanagten Fonds bilden nicht den Preis für eine Feinunze Gold nach, sondern investieren in einen Korb von Goldminenaktien. Der Kurs dieser Minengesellschaften hängt nicht nur vom Preis des geförderten Edelmetalles ab. Eine große Rolle spielen zum Beispiel auch die allgemeine Lage an den Aktienbörsen und die in dieser Branche traditionell hohe Rate an Übernahmen und Verschmelzungen.

    Gold-ETFs (Exchange-Traded Funds)

    • Gold ETFs werden über die Börse gehandelt. Bei goldgedeckten ETFs wird das Gold physisch in einer Tresoranlage verwahrt. Bei Goldminen-ETFs werden Indices nachgebildet.

    Gold ETCs (Exchange Traded Commodities)

    • Bei dieser Art der Goldanlage handelt es sich rechtlich gesehen um Schuldverschreibungen ohne Laufzeitenbegrenzung. Gold ETCs sind mit physischem Gold besichert.

    Goldzertifikate

    • Eine zusätzliche Alternative um in Gold zu investieren stellen sogenannte Goldzertifikate dar, die den Goldpreis entweder in US-Dollar oder in Euro nachbilden. Diese Zertifikate werden zumeist über die Börse gehandelt und in einem elektronischen Depot verwahrt.

    • Die vorliegende Marketingmitteilung dient ausschließlich der unverbindlichen Information. Die Inhalte stellen weder ein Angebot bzw. eine Einladung zur Stellung eines Anbots zum Kauf/Verkauf von Finanzinstrumenten noch eine Empfehlung zum Kauf/Verkauf, oder eine sonstige vermögensbezogene, rechtliche oder steuerliche Beratung dar und dienen überdies nicht als Ersatz für eine umfassende Risikoaufklärung bzw individuelle, fachgerechte Beratung. Sie stammen überdies aus Quellen, die wir als zuverlässig einstufen, für die wir jedoch keinerlei Gewähr übernehmen. Die hier dargestellten Informationen wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Das für den Inhalt der Homepage verantwortliche Kreditinstitut übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität oder Genauigkeit der Angaben und Inhalte. Druckfehler vorbehalten.

  • Österreichische Goldbarren

    • Um den Anlegern Echtheit und Wert zu garantieren, hat die Münze Österreich für ihre „Good Delivery“ Barren das Schweizer Unternehmen Argoer-Heraeus SA als Erzeuger gewählt. Die Qualität dieser Barren entspricht den höchsten Standards und sichert deshalb jederzeit anstandslose Akzeptanz. Die individuelle Barrennummer macht jeden Barren zu einem Unikat. Die Barren gibt es in unterschiedlichen Größen von 1 g bis 1 kg, gemeinsam ist ihnen ein Feingehalt von 999,9/1000.

    • Quelle: Münze Österreich AG

  • Ausländische Goldmünzen

    American Golden Eagle

    • Der American Golden Eagle ist eine amerikanische Goldmünze. Auf der einen Seite ist der Adler abgebildet, das amerikanische Nationalsymbol und auf der anderen Seite sieht man die Freiheitsstatue. Die Münze besteht zu 91,66 % aus Gold (= 22 Karat). Die zusätzlichen Legierungsmetalle Kupfer und Silber verleihen der Münze ein dunkleres Aussehen. Die Münze wird in den Massen von 1/10, 1/4, 1/2 und 1 Unze ausgegeben.

    Maple Leaf

    • Die Royal Canadian Mint prägt seit 1979 die Goldmünze Maple Leaf. Auf der Vorderseite ist ein Ahornblatt zu sehen, die Rückseite schmückt Queen Elizabeth II. Die Münze besteht aus 99,9er Gold. Erhältlich ist sie in Stückelungen von 1/20, 1/10, 1/4, 1/2 und 1 Unze.

    Krugerrand

    • Der Krugerrand ist nach dem südafrikanischen Politiker Paul Kruger und der Region Witwatersrand benannt. Auf der Vorderseite ist Paul Kruger zu sehen, auf der Rückseite eine Antilope. Geprägt wird der Krügerrand wie er im deutschen Sprachraum auch genannt wird, von der South African Mint Company. Er weist einen Feingehalt von 916,6/1000 auf und hat durch seine Kupferlegierung eine rötlich-goldene Farbe. Erhältlich ist der Krugerrand in Stückelungen zu 1/10, 1/4, 1/2 und 1 Unze.

    Australian Nugget

    • Seit 1986 wird der Australian Nugget von der Australian Perth Mint geprägt. Der Name stammt von den Goldklumpen, sogenannten Nuggets, die in den australischen Goldgräberjahren gefunden wurden. Auf der Vorderseite ist ein Känguru zu sehen, die Rückseite ziert die Büste von Queen Elizabeth II. Den Australischen Nugget gibt es in zahlreichen, auch sehr großen Stückelungen von 1 Kilogramm, dem Large Australian Nugget. Die Münze hat einen Feingehalt von 999,9/1000.

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  • Inländische Goldmünzen

    Wiener Philharmoniker

    • Der Wiener Philharmoniker ist Europas führende Goldbullionmünze (999,9/1000) und wird in vierfacher Ausführung geprägt. Bis zum 31.12.2001 wurden die Wiener Philharmoniker Goldmünzen in Schillingwährung ausgegeben. Nach der Währungsumstellung haben in Schilling geprägte Philharmoniker Goldmünzen ihre Gültigkeit behalten. Der Wert richtet sich ausschließlich nach dem tagesaktuellen Goldkurs.

    Dukaten

    • Dukaten werden seit dem 16. Jahrhundert in Österreich geprägt. Bis 1858 waren sie als gesetzliches Zahlungsmittel zugelassen, danach als Handelsgoldmünze. Einfache und vierfache Dukaten mit den heute verwendeten Darstellungen des Kaisers und des Doppeladlers wurden erst ab 1872 hergestellt. Alle modernen Nachprägungen tragen das Datum 1915, das letzte Jahr in dem sie amtlich geprägt wurden.

    Gulden

    • Die Guldenwährung des 19. Jahrhunderts war ursprünglich eine Silberwährung. 1865 gründeten Frankreich, Belgien, Italien und die Schweiz die Lateinische Union, in der die Münzausgabe in Wert, Größe, Gewicht usw. abgestimmt werden sollten. Als Alternative zur Union wurde ab 1870 bis 1892 ein 8 Gulden Stück und ein 4 Gulden Stück geprägt, danach wurde die Kronen-Währung in Österreich eingeführt. Ein Gulden wurde in zwei Kronen umgerechnet.

    Krone

    • 1892 führte Kaiser Franz Josef I. die Kronenwährung ein. Obwohl die Krone selbst eine Silberwährung war, galt als Rechnungseinheit Gold. Zu Beginn wurden 10 Kronen und 20 Kronen geprägt. Ab 1907 wurden auch Kronen mit Nominale 100 hergestellt. Zum Regierungsjubiläum des Kaisers 1908 wurden 100 Kronen Münzen geprägt.

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